Zünsler biologisch, mechanisch bekämpfen

Viel ist geschrieben worden zur Bekämpfung des Buchsbaumzünslers, aber wer möchte schon Gift im eigenen Garten verwenden. Neueste Erkenntnisse besagen, dass Meisen die Raupen doch recht gerne von den Buchsbäumen pflücken – vorausgesetzt der Buchsbaum ist nicht zu dicht gewachsen. Wir haben recht viele Meisen im Garten, wollten uns aber nicht vollständig auf die Vogelwelt verlassen.

Die einfachste und zudem noch biologisch einwandfreie Methode zur Bekämpfung – Spritzen sie Raupen und Eier einfach weg. Nicht mit Gift! Sondern mit einem scharfen Wasserstrahl. Gut funktioniert dies mit dem Wasserschlauch, der auf einen sehr konzentrierten und starken Wasserstrahl eingestellt wurde. Noch besser funktioniert es mit einem Kärcher-Gerät. Zugegeben, es kostet etwas Mühe und Geduld. Den die Prozedur muss alle 2 Wochen wiederholt werden. Die fortgespülten Raupen und Eier kriechen nicht zurück auf den Buchs und vertrocknen und verhungern am Boden oder werden von Vögeln gefressen.

Wir selbst haben damit beste Erfahrung gemacht und unsere selbst gezogenen Formbuchs so erhalten können. Da wir die Buchs selbst zu Schnecken, Eichhörnchen, Herz, Vogel, Bärchen usw. geformt habe, hing unser Herzblut doch recht daran. So waren wir auch gerne bereit, regelmäßig das Kärcher-Gerät auszupacken. 

Einen Ausführlichen Bericht über den Buchsbaum-Zünsler können sie im Gartenratgeber 04/2019, Seite 102 und 103 lesen.

Lavendel statt Buchs

Eine niedere Buchsbaumhecke welche wir nicht so aufwändig mit Wasser bespritzen konnten und wollten haben wir durch eine Lavendel-Hecke ersetzt. Nun blüht es von Juni bis zum Frost in den Farben rosa, weiß und violett. Außerdem freut diese Lavendelhecke die Insekten mehr als eine Buchsbaumhecke. Und die Besitzer erfreuen die Duftsäckchen, welche sich aus den Lavendelblüten herstellen lassen. Diese hänge ich in den Kleiderschrank. Das vertreibt Kleidermotten. Außerdem kann man mit den Säckchen auch einen starken Lavendeltee herstellen, welcher einen herrlich entspannenden Badezusatz ergibt.

(Petra und Joachim Herbach)