September (Anfang bis Mitte September Frühherbst, Vollherbst)

Durch des Septembers heitern Blick, schaut nochmals der Mai zurück.

Was Juli und August nicht taten, läßt der September ungebraten.

Septemberwetter warm und klar, verheißt ein gutes nächstes Jahr.

Warmer Herbst, langer Winter.

Fällt im Wald das Laub sehr schnell, ist der Winter bald zu Stell.

Gewitter im September, deuten auf Schnee im Dezember.

Wenn im September viel Spinnen kriechen, sie einen harten Winter riechen.

Gib`auf Ägiditag (1.9.) wohl acht, er sagt Dir, was der Monat macht.

Ist Regine (7.9) warm und wonnig, bleibt das Wetter lange sonnig.

Wie das Wetter an Mariä Geburt (8.9.) so soll es 4 Wochen bleiben. Mariä Geburt jagt alle Schwalben furt.

Bringt Sankt Gorgon (9.9.) Regen, folgt ein Herbst mit wenig Segen.

Zu Mariä Namen (12.09.) sagt der Sommer Amen.

Ist`s hell am Kreuzerhöhungstag (14.09.) so folgt ein strenger Winter nach.

Trocken wird das Frühjahr sein ist Sankt Lambert (17.9) klar und rein.

Tritt Matthäus (21.9) stürmisch ein, wird bis Ostern Winter sein.

Zeigt sich klar Mauritius (23.9.), viel Sturm man bald erwarten muß.

Nebel an St. Kleophas (25.09.), wird der ganze Winter nass.

Wieviele Fröste vor Wenzeslaus (28.9.) fallen, so viele werden nach Jakobi (03.5.) folgen.

So viel Reif und Fröste vor Michaelis (29.9.) so viele nach Walburgis (25.2.)

 

Freilandaussaat bis Mitte September: Feldsalat (mit Vliesabdeckung), Wintersteckzwiebeln, Winterradies (brauchen jetzt keinen Schutz mehr vor Gemüsefliegen. Die Sorte Frühwunder kann schon ab Mitte Oktober geerntet werden), Radieserl Herbstsorten, Winterspinat (zum überwintern), Winterkresse (Barbarakraut) und Löffelkraut von jetzt bis November sähen im Winter mit Reisig und Laub schützen,

Gründüngung (Landsberger Gemenge, Senf, Kresse, Spinat, Winterroggen, Ölrettich)

Frühbeet und ungeheiztes Gewächshaus: Winter-Kopfsalat „Maiwunder“, Feldsalat (mit entsprechender Abdeckung auch ins Freie), Winterspinat, Schnittsalat, Winterendivien bis Ende September einpflanzen.

Pflanzen: Rhabarber, Knoblauch, Erdbeeren,

Blumenzwiebeln  wie z.Bsp Narzissen, Krokusse, Schneeglöckchen, Winterstolz und  Tulpen jetzt setzen. Lilien in Gruppen setzen, Kaiserkronen 25 cm tief setzten. Grundsätzlich gilt Pflanztiefe für Blumenzwiebel 3x so tief wie Dicke der Zwiebel (eine Schippe Sand unter den Zwiebeln vermeidet Staunässe). Setzten sie Blumenzwiebeln immer in Gruppen, damit im Frühjahr kräftige Blumensträuße im Beet stehen und nicht einzelne verlorene Tulpenstängel wie Zinnsoldaten herumstehen.

Pflanzzeit für Blumenstauden und Rosen

Pflegearbeiten:

Gemüse:

  • Tomaten, Gurken, Paprika, Bohnen vor evtl. Nachtfrösten mit Vlies und Strohmatten schützen.  Ist das Gemüse in Tröge gepflanzt hilft es oft schon sie nahe an Hausmauern zu rücken. Die abstrahlende Wärme des Gebäudes schützt vor Nachtfrösten.
  • Gewächshaus jetzt wieder Nachts schließen.
  • Rosenkohl Mitte September Spitzen abdrehen das fördert die Röschenbildung, die bis Ende November stattfindet.
  • Lauch und Kohl mit Erde anhäufeln, Lauch mit Packpapier oder Plastikröhren umhüllen. Damit der Lauch schöne lange weiße Schäfte bildet.
  • Zwiebeln sollten ihr Laub eingezogen haben, wenn nicht mit Grabgabel vorsichtig lockern. Nur Zwiebeln, deren Laub eingezogen ist lassen sich lagern.
  • Endivien zum Bleichen zusammenbinden, allerdings nur bei trockenem Wetter und Nachmittags (Morgentau!), sonst fault die Pflanze im Innern.
  • Schnittlauch teilen, Viele Rosmarin und Lorbeer Pflanzen sind nicht winterhart, in Töpfchen ins Haus holen oder ins ungeheizte Gewächshaus pflanzen.
  • Winterharte Steckzwiebeln auf sonnige Freilandbeete pflanzen. Nächstes Jahr kann man dann schon früh ab Mai ernten
  • Mangold überwintern lassen! Nicht ausreissen er kann dann ab April bis Ende Mai im Folgejahr nochmals beerntet werden.
  • Sellerieknollen, Möhren, Rote Beete und Winterretiche wachsen in den nächsten Wochen noch beträchtlich, nicht zu früh ernten. Auch Winterkohl, Weißkohl und Wirsing können bei gutem Wetter noch wachsen.

Obst:

  • Obstbäume und Beerensträucher pflanzen
  • Beerensträucher alte Zweige auf 5-8 Triebe ausschneiden und verjüngen.
  • Johannisbeeren vermehren. Entweder durch Steckhölzer von einjährigen Trieben oder durch Absenken von Zweigen. Dazu werden junge Zweige mit einem Drahtbogen in der Erde fest gesteckt und mit Erde bedeckt. Der Absenker wurzelt an und wird gleichzeitig noch von der Mutterpflanze versorgt. Im Herbst des Folgejahres können Absenker und Stecklinge ausgepflanzt werden.  Auslichtungsschnitt vornehmen, vertrocknete, überaltete (4-5 jährige) sich kreuzende und kranke Äste bodennah herausschneiden. Jahrestriebe um 1/3 kürzen (regt Fruchtbildung an)
  • Japanische Weinbeere mit Stallmist Düngen (4-5 kg je m²), Die abgetragenen Ruten schneiden.
  • Herbst Himbeeren können noch bis zum Frost beerntet werden. Die Ruten dann erst im März des Folgejahres bodennah abschneiden.
  • Restliche Erdbeeren und Blüten abzupfen, die Früchte werden nicht mehr reif und nehmen der Pflanze Kraft, welche sie zum Überwintern benötigt.
  • Einmaltragende Erdbeersorten Laub entfernen, nur die Herzblätter stehen lassen.
  • Rhabarber teilen und verpflanzen, wenn nötig
  • Baumscheiben Erde oberflächlich lockern und mit dem Fallaub bedecken.
  • Frostspanner Leimringe anbringen. Vor den Anlegen der Leimringe abgestorbene Rindenteile und Unebenheiten entfernen. Säcke oder Folien unter den Stamm legen und die Abfälle damit auffangen und vernichten!
  • Pfirsichbaum schneiden
  • Reneclaude schneiden
  • Mirabelle schneiden
  • Sauerkirschen schneiden
  • Fruchtmumien (Monilia) entfernen und vernichten.
  • Laub zusammenrechnen und kompostieren oder noch besser gleich auf den Baumscheiben und den Blumenbeeten als Winterschutz verteilen.  Eichen- und Walnußlaub vor dem Kompostieren mit dem Rasenmäher gründlich zerkleinern. Trotzdem nur in geringen Mengen auf den Kompost ausbringen. Dieses Laub enthält viel Gerbsäure, diese verhindert als Kompost auf den Beeten ausgebracht das Pflanzenwachstum. Das Laub wirkt als Mulchschicht aber hervorragend gegen Giersch und ähnliche Unkräuter. Diese Methode kommt aber nur dort in Frage, wo im Frühjahr nicht eingesät oder gepflanzt werden soll. Wenn man übrigens Eichenlaub separat kompostiert, hat es einen ph-Wert von 4,5 und ist somit hervorragend für Rhododendren, Heide-/Preiselbeeren, Besenheide usw. geeignet.

Blumen:

  • Blumenstauden verpflanzen, teilen und vermehren
  • Fuchsien ins Haus stellen bei 6-10 Grad dunkel überwintern.
  • Geranien ins Haus stellen. Fechser von Geranien einpflanzen. Zum Überwintern die alten Pflanzen auf 15 cm zurückschneiden, Wurzeln zurückschneiden, Wurzeln anfeuchten und in eine geschlossene Tüte geben. Bei 6-8 Grad hell überwintern
  • Begonien hereinnehmen und frostfrei überwintern
  • Bartiris sollten alle 3-4 Jahre geteilt werden, dazu Rhizome ausgraben und in V-förmige Stücke mit 2-3 Blattgruppen teilen und wieder einpflanzen.
  • In die nun freien Balkonkästen kann Heidekraut, Chrysanthemen, Stacheldrahtpflanze und Gräser gepflanzt werden.
  • Kübelpflanzen und Blumentöpfe Ende September Anfang Oktober vor den Ersten Nachtfrösten reinholen, Die Blumentöpfe in 40 Grad warmes Wasser stellen, die Regenwürmer können dann von der Oberfläche abgesammelt werden. Wenn durch das Kellerfenster zu wenig Licht auf die Kübelpflanzen fällt, kann man es mit großer Spiegelfolie (Dekorationsgeschäft) verdoppeln. Auch Pflanzenlampen können helfen. Vor dem Einräumen der Blumenkübel alle Pflanzen und auch Zimmerpflanzen mit Wasser abbrausen und von Staub befreien.
  • Zimmerpflanzen welche daraußen übersommert haben wieder einräumen, evtl Rückschnitt und Umtopfen, auf Schädlinge kontrollieren, zum Schutz vor dem kalten Fenster mit Abstand zur Scheibe aufstellen.
  • Blumenzwiebel, die nicht winterhart sind vor dem ersten Frost aus der Erde holen und einlagern. Alles Grüne abschneiden, an sonnigen Tagen trocknen, gut gereinigt in Obststeige in feuchten Sand überwintern. Dahlien (Triebe auf 10 Zentimeter Länge abschneiden) Dahlien mit gekräuselten Blättern vernichten, sie sind krank.  Gladiolen (Brutknöllchen abtrennen, nach Farbe sortiert trocken aufbewahren), Indisches Blumenrohr, Gloriosa rodschildiana, Canna, Knollenbegonien, Montbretien , Wunderblume etc. Fresien zu 6 Stck 2-3 cm tief an den Rand eines Topfes stecken. Bei 5-8 Grad überwintern..
  • Blumenzwiebeln für die Zimmertreiberei im ausgehenden Winter: Hyazinten, Tulpen und Osterglocken in Töpfchen setzten, diese im Garten eingraben und markieren, im Januar aus der Erde holen und zum Antreiben ins warme Zimmer stellen.
  • Klivie braucht jetzt ihre Ruhezeit, nicht düngen, wenig gießen und in den kühlen Hausflur stellen. Dann blüht sie im Februar bestimmt.
  • Weihnachtsstern jetzt Kurztage 10 Stunden Licht täglich durch überstülpen eines Eimers bescheren
  • Schiefteller, ziehen ihr Laub ein, wenn man das Gießen vermindert. Eingetrocknetes Blattwerk zurückschneiden, Knollen und Rhizome im Topf sparsam befeuchten und bei 10-15 Grad überwintern.
  • strapazierten Rasen nochmals vertikutieren, kahle Stellen ausbessern, ab Ende September nicht mehr mähen
  • Miniteich welche nicht eingegraben sind zum überwintern in Gewächshaus einräumen, auch im Winter keine Wassertemperatur unter 15 Grad.
  • In Teichen mit 50-60 cm Wassertiefe dürfen die Wasserpflanzen draußen bleiben, gegen Faulgase einen Eisfreihalter einsetzen. (ein Büschel Stroh oder natürlich mit Binsen und Rohrkolben o.ä.) Altes Laub aus Teichen entfernen, große Blätter von Wasserpflanzen abschneiden (nicht abreißen) und säubern gegen Faulgase.

Ernten:

Chicoree ausgraben und in Sand setzen, zum Betreiben in Erde-Sand setzen und mit Eimer abdecken

Kräuter letzte Ernte von Basilikum, Zitronenmelisse, Pfefferminze, Petersilie, Schnittlauch, Dill

Sauerkraut einhobeln

Blumenkohl (kleine Köpfe reifen evtl in Sandeimer gepflanzt weiter), Brokkoli, Salat, Gurken, Kürbis (unbedingt vor den ersten Nachtfrösten ernten), Neuseeländer Spinat, Mangold, Sommerrettiche, Rote Beete, Endivien, Tomaten in Kisten zugedeckt ausreifen lassen, den letzten Zuckermais und Puffmais sobald die Fäden schwarz sind, Paprika, Zwiebeln, Knoblauch, Karotten, Busch- und Stangenbohnen, Zucchini, Meerrettich, Herbstspinat,

Reifes Obst von Reneclaude, Zwetschen, Pflaumen, Weintrauben, Brombeeren und Birnen ernten und evtl. einkochen. Reife Äpfel einlagig in Kisten kühl lagern

Feigen bis zum Oktober (weiche Früchte sind reif) unreife Früchte am Baum belassen, können im Frühjahr geerntet werden.

Quittenernte: ändert die Farbe von Goldgelb nach Zitronengelb muss man ernten. Im haus 2-4 Wochen nachreifen lassen, erst dann verarbeiten.