Was tun gegen die Schädlinge im Garten

Natürlich bekämpfen wir Schädlinge im eigenen Garten nicht mit Gift. Sondern mechanisch oder mit Kräutertees und biologischen Mitteln.

  • Ameisen: Sind Nützlinge und sollten deshalb im Garten belassen werden. Siedeln aber Ameisen im Gemüsebeet schaden sie dem Gemüse. Vor allem die Rote Ameise züchtet Wurzelläuse heran und melkt diese Läuse. Die Wurzelläuse wiederum verursachen Wurzelpilze und lassen unser Gemüse absterben. Aber auch große Nester anderer Ameisen haben einen oberirdischen Läusebefall zur Folge. Nun muss man wissen, dass die Ameisenkönigin oft bis zu 1 m tief in der Erde wohnt und deshalb für Gifte sowieso unerreichbar ist. Selbst wenn die große Ameisenfamilie Gift ins Nest einträgt hat die Königin Vorkoster und rührt dieses giftige Futter nicht mehr an. Innerhalb kürzester Zeit hat die Ameisenkönigin genug Eier gelegt, um ihr Volk wieder zu vergrößern. Ameisengift egal ob Köderdosen oder Streugift ist also keine Lösung. Und hat zwischen Gemüse sowieso nichts zu suchen. Oder wollen sie Ameisengift verspeisen? Deshalb müssen sie am besten vor dem Bepflanzen von Beeten die störenden Ameisenhaufen im Gemüsegarten beseitigen. Kochen sie in großen Töpfen Wasser.  gießen sie das kochende Wasser auf das Ameisennest. Nach 15 Minuten heben sie 20 cm Erde aus und lagern es seitlich. Die Prozedur mit dem kochenden Wasser noch 2-3 Mal wiederholen und jedes mal eine Schicht Erde abtragen. Selbst wenn sie mit dieser Aktion die Ameisenkönigin nicht erwischen, haben sie das Nest so dezimiert, dass sie bis zur nächsten Gemüsesaison Ruhe haben. Und wenn das Gemüse schon wächst? Nun dann graben sie die Pflanzen vor der Prozedur aus. Bei kleinen Pflanzen werden die Wurzeln in kaltem Wasser gespült. Mittelgroßes Gemüse wird gleich verzehrt und neue Pflanze auf das Beet gesetzt.
  • Blattläuse und saugende Insekten: Seien sie besonders im Frühjahr wachsam und untersuchen sie die neuen Triebspitzen von Pflanzen. Dort sitzen die überwinternden Mutterläuse. Wer diese rechtzeitig zerdrückt hat später sehr viel weniger Läuse im Garten. Nehmen die saugenden Insekten wie z. Beispiel Weiße Fliegen, Spinnmilben, Blatt- und Schildläuse, sowie Gallmilben überhand verwende ich eine selbst hergestellte Rapspöl-Spritzung: Ich verwende eine Mischung aus 1/3 Wasser, 1/3 flüssige Schmierseife und 1/3 Rapsöl (aus der Küche). Damit werden die befallenen Pflanzen von oben und unten tropfnass gespritzt. Nach 2-3 Tagen die befallenen Pflanzen mit Wasser abbrausen, damit sich die Öl-Seifenrückstände wieder lösen und schon ist alles wieder im Lot. Die überlebenden Blattläuse erledigen dann meine Nützlinge. Die Rapsöl-Mischung kann für Zierpflanzen, Obst und Gemüse gegen saugende Insekten eingesetzt werden. Obst und Gemüse können direkt nach einer Behandlung verzehrt werden. Rapsöl wirkt nur, wenn die Insekten direkt getroffen werden. Diese werden dann in einen dünnen Ölfilm gehüllt, ersticken und sterben in wenigen Sekunden ab. Es wirkt auch auf Larven und Eier. Für Nützlinge und den Menschen ist die Mischung ungefährlich. Bei der Pflanzenverträglichkeit sind aber kleine Abstiche zu machen. Bei jungen und zarten Blättern oder Blüten kann es zu Verbrennungen kommen. Deshalb nie bei praller Sonne ausbringen. Das Öl greift die natürliche Wachsschicht der Pflanzen an, diese ist nach 2 Tagen wieder erneuert. Also besser bei bedeckten Wetter ausbringen. Wichtig ist ein frühzeitiger Einsatz. Sind die Blätter erst einmal durch den Befall aufgerollt, trifft man mit dem Mittel nur noch schwer die eingerollten Schädlinge.
  • schwarze Bohnenlaus – Läuse treten zuerst nur an einzelnen Pflanzen auf, dann mit der Hand zerdrücken, Rest mit einem scharfen Wasserstrahl abspritzen. Die Schwarze Bohnenläuse sind nicht sehr widerstandsfähig und können meist nicht wieder auf die Pflanze klettern.
  • Braunfäule an Tomaten: Hier hilft nur Vorbeugen und die richtigen Sorten wählen.  Kartoffeln niemals auf der selben Hausseite wie Tomaten anpflanzen. Denn die Braunfäule holen sich unsere Tomaten meist von Kartoffelpflanzen. Hatten sie im Vorjahr im Gewächshaus oder auf dem Beet mit Braunfäule zu kämpfen, gießen sie mehrmals mit Ackerschachtelhalm-Tee. Dazu 1 kg Ackerschachtelhalm frisch oder 500 g getrocknet mit 10 Liter kochendem Wasser in einem Eimer übergießen. Den Tee über Nacht ziehen lassen, abseihen und 1:10 mit Wasser verdünnt den Boden und die Pflanzen damit übergießen. Die im Schachtelhalm enthaltene Kieselsäure wirkt gegen bodenbrütige Pilzarten. Um eine Wirkung zu erzielen muss auch hier wie bei allen biologischen Pflanzenschutzmaßnahmen wöchentlich mit Ackerschachtelhalm Brühe gegossen werden. Am besten immer Morgens gießen, damit die Blätter der Pflanzen über den Tag wieder abtrocknen können. Abends feuchte Blätter bilden über Nacht, zumal im Feuchtwarmen Klima eines Gewächshauses erst recht Pilzkrankheiten aus. Vorbeugend werden die Tomatensetzlinge außerdem mit etwas Kalium gedüngt, damit die Pflanzen gekräftigt werden. Und Merken: Tomaten und Gurkenpflanzen niemals von oben, also über die Blätter wässern. Das Laub stets trocken halten, dies beugt einem Pilzbefall vor. Die Blätter einer Tomatenpflanze werden stets bis zum ersten Blütenansatz entfernt. Da die Tomatenrispen von unten nach oben abreifen, werden die abgeernteten Blätter und Rispen immer von unten her abgeschnitten.  Tomatenstangen werden vor der Verwendung mit Seifenwasser abgewaschen, damit alte Pilzsporen entfernt werden. Pflanzen sie auch stets mehrere Tomatensorten an, einige Sorten sind immer Resistenter als andere. Im Internet können sie sich über resistente Sorten informieren – Beispiele „Cocktailtomate die Birnenförmige“ „de Berao“ „Philophita“
  • Drahtwürmer: Immer wieder kommt es vor, das im Salatbeet plötzlich einzelne Pflänzchen anfangen zu welken. Graben sie dann die Pflänzchen aus und untersuchen die Wurzel, oft entdecken sie einen kleinen gelben Wurm. Beim Drahtwurm handelt es sich jedoch nicht um einen Wurm, sondern um die Larve verschiedener Getreideschnellkäfer. Die Käfer legen ihre Eier im Hochsommer ab, vorzugsweise in dicht bewachsenen Böden. Rasen- bzw. Wiesenflächen sind besonders beliebt. Im Rasen stören die Käfer jedoch nicht, aber im Gemüsebeet machen sie sich durch ihren Hunger nach Pflanzenwurzeln unangenehm bemerkbar.  Aus den Eiern schlüpfen nach etwa 6 Wochen Larven. Diese Larven benötigen 3-5 Jahre für ihre Entwicklung. Sie ernähren sich von Wurzeln und humosen Stoffen im Boden. Chemische Mittel für die Bekämpfung stehen nicht zur Verfügung! Maßnahmen: Legen sie halbe rohe Kartoffeln neben eben die Pflanzen. Morgens können sie die Maden von den Kartoffeln absammeln und mittig durchschneiden.
  • Engmaschige Gemüseschutznetze sind die beste Art um folgende Pflanzen vor tierischen Schädlingen zu schützen: Alle Kohlarten, Möhren, Lauch und Zwiebel. Die besten, weil breitesten Netze gibt es bei “Wolfgang Nixdorf” im Internet. Wählen sie immer die engste Maschenweite. Übrigens halten die Netze sehr lange. Meine ältesten sind bereits 20 Jahre alt und immer noch im Gebrauch. Im Herbst reinigen und ordentlich aufgerollt im Schuppen verstauen.
  • Erdflöhe: Bei Rettich, Rukola und Kohl entweder die Löcher akzeptieren oder Gemüse-Netze spannen, die Flöhe können dann nicht springen. Erde stets feucht und locker halten. Besonders gefährdeten Rukola im Balkonkasten ziehen.
  • Fallobst: Enthält Schädlinge, deshalb an die Hühner verfüttern oder im Biomüll entsorgen. Dies gilt für den Juni-Fall von Obst. Reifes Obst im Herbst enthält seltener Schädlinge und kann auf dem Kompost gegeben werden.
  • Falschen Mehltau mit Backpulver bekämpfen: 1 Liter Wasser mit 50 g Backpulver und einem Spritzer Hand-Geschirrspülmittel oder 1 Eßl flüssige Schmierseife vermengen. Bei den ersten Anzeichen von Mehltau (kleine weiße punktuelle Pilzrasen auf den Blättern) werden damit die Blätter und Blattunterseiten tropfnass gespritzt. Dies geschieht idealerweise am Morgen, damit die Blätter wieder abtrocknen können. Besonders hilft diese Behandlung Gurken, Zucchini und Kürbis. Diese Behandlung muss 1x wöchentlich wiederholt werden. Wir haben damit gute Erfahrungen gemacht und konnten so bis zum Frost ernten. Ohne diese Behandlung waren oft schon im August die Pflanzen kaputt.
  • Haselnussbohrer: Es handelt sich um einen Rüsselkäfer, der von Mitte Mai bis Ende Juni fliegt und die noch weichen, grünen Nüsse anbohrt, um seine Eier darin abzulegen. Daraus entwickeln sich dann Larven, und die wiederum fressen die Nuss im inneren vollständig auf. Mit Spritzungen ist gegen diesen Schädling leider nichts auszurichten, weil auch kein Mittel zugelassen ist. Und selbst wenn es ein Spritzmittel gäbe, wollen wir kein Gift im eigenen Garten verwenden.  Besser ist es, vorbeugen etwas zu tun und möglichst häufig unter den Sträuchern die abgefallenen Früchte aufzusammeln und in den Müll zu werfen. Auch am Strauch soll man von Juli bis Anfang August regelmäig die Nüsse mit Loch entfernen, bevor die Larven die Nüsse verlassen haben. Da die Käfer als Larven im Boden überwintern hat sich auch eine herbstliche Kalkung des Bodens in der Umgebung der Sträucher bewährt. Absammeln ist jedoch immer noch die wirksamste Methode.
  • Milben an Johannisbeeren: Wer im Februar und März seine Johannisbeersträucher aufmerksam untersucht stellt vielleicht spitze und runde Knospen fest. Die runden Knospen sind von Johannisbeer-Gallmilben befallen. Sind es nur wenige Knospen reicht es diese auszubrechen. Sind ganze Zweige stark befallen, werden diese bodennah ausgeschnitten und in der Biotonne entsorgt.
  • Gewächshaus richtig lüften beugt Krankheiten vor: Pilzkrankheiten bilden sich oft erst im feucht-warmen Klima eines Gewächshauses. Wer hat schon Zeit jeden Morgen pünktlich um 5 Uhr die Gewächshaus-Türen zu öffnen und um 23 Uhr wieder zu schließen. Lassen sie vom Mitte Mai bis Mitte/Ende September die Gewächshaus-Türen deshalb auch Nachts offen. So können die Blätter der Pflanzen abtrocknen. Tomaten werden durch den Wind bestäubt und Bienen, Hummeln und Co. können so lange wie möglich ihre Bestäubungsarbeit leisten. Nur wenn schwere Sommergewitter über das Land ziehen. Nachts die Temperaturen unter 8 – 10 Grad sinken oder gar Nachtfröste drohen (etwa bei der Schafskälte) werden die Gewächshaustüren auch im Sommer Nachts geschlossen.  (Ein Tip von Birgit Rascher, Leiterin Gemüseanbau in der Versuchsanstalt in Bamberg)
  • Igel sind nützliche Gartenhelfer, die Egerlinge, Insekten und Schnecken vertilgen. Damit sich in ihrem Garen ein Igel ansiedelt müssen sie ihm etwas bieten. Zum einen muss er unter dem Zaun durchschlüpfen können, den ein Garten allein ernährt keinen Igel. Ein Igel benötigt 4-5 Gärten.  15-20 cm sollte der Zaun vom Boden entfernt sein. Bodennahe Gabionen-Zäune und Mauern scheiden also hier als Möglichkeit aus. Bieten sie dem Igel auch ein Igel-Haus. Dazu reicht es eine Holz- Kiste mit oder ohne Deckel. Der Boden der Kiste wird komplett ausgeschlagen oder abgeschraubt. Nageln sie auf die Kiste obenauf Dachpappe, damit das Innere schön trocken bleibt. Der Innenraum sollte mindestens 30 x 30 cm haben. Die Kiste wird nun mit Heu oder Stroh locker befüllt. Nun die Kiste mit dem offenen Ende nach unten auf 4 Ziegelsteine stellen, so dass ein Abstand zum Boden von ca. 10 cm entsteht.  Igel lieben es versteckt hinter hohem Gras oder Zweigen zu wohnen. Igel sind nachtaktive Tiere. Sie bekommen im Frühjahr und im Herbst Junge. Sollte ein Igelbaby im November, Anfang Dezember tagsüber unterwegs sein und weniger als 500 g wiegen bringen sie es zu einer Igelstation, dem Tierarzt oder ins Tierheim Ingolstadt. Hier kann man sie über die Pflege dieser kleinen Stachelgefährten aufklären und ihnen helfen.
  • Lauchminiermotte, Möhrenfliege und Kohlschädlinge: Gegen alle diese Schädlinge hilft am besten ein feinmaschiges Gemüseschutznetz. Bereits beim Auspflanzen und Aussähen werden Bögen über das Beet gesteckt und ein feinmaschiges Gemüseschutznetz darüber gebreitet. Die Enden mit langen Latten und Steinen beschweren. So kann das Netzt für Pflegearbeiten auch immer wieder geöffnet werden. Bei hochwachsenden Rosenkohl werden 2 Kabelverlegungsrohre aus dem Baumarkt  ineinander gesteckt und als Bogen gespannt. Die beste Adresse zum Kauf von Gemüseschutznetzen ist übrigens Wolfgang Nixdorf. Nur hier bekommen sie entsprechend breite und lange Netze. Den das beste Netz nützt nichts, wenn es nicht über das ganze Beet gespannt und am Boden ordentlich fixiert werden kann. Im Herbst die Netzte gründlich säubern, trocknen lassen und ordentlich zusammengerollt und zusammengebunden lagern. So halten Gemüseschutznetze jahrelang.
  • Raupengespinste und -Nester an Obstbäumen: Auch unsere Obstbäume werden von dem Eichen-Prozessionsspinner befallen. Setzten sie eine FFP2 Maske auf und ziehen sie langärmelige Kleidung an. Stülpen sie abends, wenn die Raupen alle im Nest sind einen Plastiksack über den befallenen Ast und entfernen sie am besten den gesamten befallenen Ast. Ist der ganze Baum befallen, muss eine Spezialfirma für Schädlingsbekämpfung informiert werden. Eichen-Prozessionsspinner haben Allergie-Auslösende Nesselhaare, ein Befall ist außerdem dem Kreisfachberater am Landratsamt zu melden.
  • Rettichschwärze: Die Sporen des Pilzes breiten sich besonders stark in alkalischen (sauren) Böden aus. Befallen werden Rettich und Radieschen. Durch Haarwurzeln und Risse dringt der Pilz in die Knolle ein. Diese verfärbt sich blauschwarz und reißt auf. Maßnahmen: Fruchtwechsel beachten. Boden nicht kalken, kein frischer Stallmist. Befallene Pflanzen vernichten. Mulch auf Rettichbeeten begünstigt den Pilz. Am besten schmecken sowieso die ersten Radies und Radieschen im Frühjahr. Dann ist der Pilz der Rettichschwärze noch nicht aktiv und die Rettiche bilden beim beim Wachsen nicht so viele Senföle, werden also milder im Geschmack.
  • Schildläuse an Zimmerpflanzen: gehören zu den ganz besonders hartnäckigen Schädlingen. 1. Alle sichtbaren Tiere abkratzen. 2. mit 60 % Alkohol alle Blätter der Pflanzen abwischen. Anschließend tropfnass mit einem Mittel auf Rapsölbasis besprühen. Dabei die Pflanze von oben und auch die Blattunterseiten und Stiele behandeln. Da man immer ein paar Tierchen übersieht, muss diese Maßnahme 2 Wochen später nochmals durchgeführt werden. Kontrollieren sie also regelmäßig. 
  • Schnecken: Rhabarberblätter als Schneckenfang auslegen und täglich Abends die Schnecken darunter absammeln. Achtung Häuslschnecken und auch die meisten Nacktschnecken sind Nützlinge, sie schaden den Pflanzen nicht und fressen nur verwelktes. Anders die deutsche und spanische Wegschnecke diese zerschneidet man am besten beherzt mit der Schere. Alles andere lässt die Tiere nur unnötig leiden. Wirksam ist auch ein Schneckenzaun rund um das Beet oder ein Kunststoff-Schneckenring für Kohl und Kübispflanzen. Achten sie nur darauf, das daneben wachsendes Grad nicht zu hoch wird – es dient den findigen Wegschnecken als Leiter. Wenn die Schneckenplage in besonders nassen Jahren trotzdem zu groß wird hilft Eisen II Phosphat – Feramol. Zerfällt in Eisen und Phosphat ist also für die Pflanze und Boden nicht giftig, die Schnecke verträgt das Eisen nicht, muss aber 10 Korn fressen um zu sterben.

    Gartenbauverein Stammham, OGV Stammham, Garten- und Landschaftspflege Stammham                                                                                         Kunststoffschneckenring

  • Vogelfraß an Jungpflänzchen: Vor allem frisch gesetzte Salatpflänzchen sind bei Vögeln immer wieder beliebt. Deshalb kleine Stöckchen in das Beet stehen und kreuz und quer blaue Wollfäden spannen. Blau deshalb, weil diese Farbe für Vögel unnatürlich ist, sie sehen die Fäden und verheddern sich nicht im Fadengespinnst. Vogelfraß an Knospen Oft ist es nur der Durst, der die Vögel dazu treibt. Stellen sie eine Vogeltränke auf. Hierzu einfach einen sauberen Blumenuntersetzter mit einem Kiesel beschweren und täglich mit frischem Wasser befüllen. Da die Vögel darin auch baden, die Vogeltränke öfters säubern. Vogelfraß an Obst und Gemüsesaaten: Basteln sie einen „Federstern“ und hängen ihn auf. Dazu Kartoffeln ringsum mit Federn bestecken und auf einem Besenstiel aufgehängt in das Beet stecken. Auch die gute alte Vogelscheuche hilft. Mit wedelndem glitzernden Streifen aus Alufolien an den Armen ist sie besonders wirksam.
  • Weiße fliege im Gewächshaus: Pflanzen sie eine “Nicandra” auch Giftbeere genannt in eine Ecke des Gewächshauses. Sobald die Nicandra blüht ist sie für die weiße Fliege, welche daran saugt giftig und sie geht ein. Aber vorsicht, die Früchte ähneln der Kapstachelbeere (Physalis) – die Früchte der Nicandra sind aber auch für Menschen giftig. Sie heißt auf deutsch nicht umsonst Giftbeere. Gegen die weiße Kohlfliege wirkt Nicandra allerdings nicht. Die Kohlfliege saugt ausschließlich an Kohlarten.

Pflanzenstärkung:

Acker-Schachtelhalm Tee: Haben sie auch viel Acker-Schachtelhalm im Garten. Ab sofort müssen sie sich darüber nicht mehr ärgern sondern freuen. Immer nach einem ausgiebigen Regen ziehe ich mir die Schachtelhalme aus dem Boden. Bündle sie und trockne sie auf Vorrat. Aus einem großen Bund frischem oder getrocknetem Ackerschachtelhalm brühe ich in einem alten Malereimer 10 Liter Tee und lasse diesen über Nacht ziehen. Dann abseihen und verdünnt gießen. Verdünnt wird je 1 Liter Tee auf 10 Liter kühles Gießwasser. Die so übergossenen Pflanzen sind nun gegen Pilzkrankheiten wie Mehltau und Braunfäule gestärkt. Besonders Tomaten, Zucchini, Kürbisse, Gurken und Rosen sind für so eine Dusche dankbar. Gießen sie aber in den Morgenstunden, damit Abends wieder alle Blätter trocken über die Nacht kommen. Diese Behandlung alle 2-3 Wochen wiederholen.

Knoblauch-Tee auf die selbe Art zubereitet und ausgebracht hilft gegen vielerlei saugende Schädlinge.

Ringelblumen und Tagetes zwischen die Gemüsepflanzen gepflanzt wirken gegen Boden-Ählchen welche an den Wurzeln saugen und verbessern die Bodenqualität.

Kartoffel-Kochwasser: Das Kochwasser von Pellkartoffeln, natürlich nur solches ohne Salz im Kochwasser, kann abgekühlt zur Pflanzenstärkung über junge Gemüse-Setzlinge versprüht werden.  Die im Kochwasser enthaltene Stärke düngt die Pflanzen sehr milde und härtet sie ein wenig ab.