Abenteuer-Safari mit Kindern durch den Garten

Warum in die Ferne schweifen, wenn auch im eigenen Garten genügend Abenteuer lauern. Ganz nach Safari-Art kann auch im eigenen Garten die Natur entdeckt werden, geklettert, gebastelt und dem puren Leben gefrönt werden.

  1. Baumhaus

Für Kinder gibt es nichts Schöneres als sich hoch in einem nur für sie bestimmten Haus zu Verstecken und die Welt aus der Vogelperspektive zu sehen.

Baum- und Spielhäuser gibt es in vielen Selbstbau-Varianten zu kaufen. Mit Einschlaghülsen oder Bodendübeln im Erdreich verankert steht es viele Jahre stabil. Später kann es einfach wieder abgebaut werden.

Am schönsten finden Kinder Häuser, welche nie fertig werden. Selbst gebaut und immer wieder gibt es etwas zu gestalten, zu nageln und zu schrauben.

Aber auch eine Strickleiter, welche in einen stabilen alten Apfelbaum oder den Dachvorsprung von Schuppen und Garage gehängt wird, kann kleine Kletterkünstler begeistern. Oder einfach ein dickes Seil mit ein paar Knoten, an dem man so schön nach Tarzan-Art schwingen kann.

Und eine Schaukel gehört sowieso in jeden Garten, in dem Kinder spielen.

  1. Schnitzen

Äste, Stöcke und Rindenteile laden zum Schnitzen ein. Es gibt Schnitzmesser, welche extra für Kinder gefertigt wurden. Sie haben eine abgerundete Spitze. Kinder sollten auf jeden Fall begleitet werden, wenn sie ein scharfes Messer in die Hand nehmen. Immer vom Körper weg schnitzen! Üben sie mit kurzen Stöcken welche sich gut festhalten lassen Später können zum Beispiel Stöcke für Stockbrot oder zum Würstchen grillen geschnitzt werden. Auch für gegrillte Marshmallows empfiehlt es sich die Stockspitze zu entrinden und etwas anzuspitzen. Achtung: Verwenden sie für Speisen nur frische Stöcke von ungiftigen Sträuchern!

Oder wie wäre es mit einem Rindenboot. In die Mitte ein kleines Loch für einen Zweig gesetzt, ein großes Blatt als Segel und schon kann die große Schifffahrt auf dem heimischen Teich oder im Planschbecken los gehen.

Rezept für Stockbrot:

400 g Mehl, 1 Pck. Trockenhefe, 2 TL Salz, ½ TL Zucker, 3 EL Olivenöl, 230 ml lauwarmes Wasser und etwas Mehl zur Teigverarbeitung

Entrindete Stöcke von ungiftigen! Sträuchern wie z. Bsp. Hasel. Das entrindete Ende leicht mit Speiseöl einreiben, damit sich das Brot nach dem Backen leichter löst.

Optional frische Kräuter wie z. Bsp. Schnittlauch, Rosmarin oder sehr fein gewürfelten Frühstücksspeck oder geriebener Parmesan.

Mehl, Trockenhefe, Salz und Zucker in einer Schüssel vermischen. Olivenöl und lauwarmes Wasser zum Teig geben und alles 3 Min. auf höchster Stufe mit den Knethaken zu einem glatten Teig kneten. Zugedeckt ca. 30 Min. ruhen lassen, bis der Teig die doppelte Größe angenommen hat. Teigstücke zur Wurst ausrollen und um einen geschälten leicht mit Speiseöl eingeriebenen Stock wickeln und über dem Grill backen.

Gartenbauverein Stammham, OGV Stammham, Garten- und Landschaftspflege Stammham

  1. Pfeifen auf Blättern

Immer ein Spaß für Groß und Klein, wer schafft es auf einem Grashalm zu pfeifen.

So geht`s: Am besten lassen sich einem langen, geschmeidigen Grashalm Töne entlocken. Wer selbst nur Rasen hat, wird auf einer Wiese oder einem Feldrain bestimmt fündig. Man klemmt ihn sich so zwischen die oberen Daumengelenke und die Handballen, dass er richtig straff sitzt. Jetzt noch durch die Öffnung zwischen den Daumen blasen – quäk! Das geht sicher noch lauter und mit Rhythmus. Immer schön Üben.

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  1. Auf Entdeckungstour mit der Lupe

So ganz nah sehen viele Pflanzen gleich ganz anders aus. Und was krabbelt den da. Pflanzen offenbaren unter der Lupe lauter Geheimnisse. Was ist das besondere an ihren Blüten. Drückt man z. Bsp. die Blüten von Löwenmäulchen zusammen, reißt es sein „Maul“ auf. Ganz schön gefährlich. Wie sind die Blätter angeordnet, lassen sich darauf Schädlinge erkennen und sieht schon jemand Samen?

Auf den Spuren großer Botaniker kann man die Pflanze unter die Lupe nehmen. Den Aufbau der Blüten mit ihren Staubgefäßen und Griffeln und die Form der Blütenblätter begutachten. Sind sie Stängel rund oder kantig. Selbst die feinsten Samen sind mit einer Lupe erforschbar.

Suchen sie in der nächsten Wiese nach vierblättrigen Kleeblättern oder wann haben sie zuletzt eine Pusteblume in der Hand gehabt.

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  1. Blütenkränze flechten und Blumenketten basteln

Löwenzahn und Gänseblümchen lassen sich zu schönen Blütenkränzen flechten. Das macht nicht nur Mädchen Spaß. Und keine Angst, der Saft von Löwenzahn ist nicht giftig, er macht nur hässliche Flecken auf Kleidung. Deshalb auf Safari immer alte Entdecker-Klamotten anziehen. Die Flecken auf Händen lassen sich leicht wieder abwaschen.

Wenn die Blattstiele mit dem Fingernagel gespalten werden, kann die nächste Blume durchgezogen werden. Das funktioniert besonders gut mit wild wachsenden Margeriten. So erhält man eine schöne Blumenkette.

  1. Holunderketten

Holunderzweige sind innen mit einem weichen Pelz gefüttert. Schneiden sie einen etwas dickeren Holunderzweig ab. Mit einer Fuchsschwanz-Säge können etwas ältere Kinder den Zweig in 2 cm Stücke schneiden. Nun wird mit einer langen Schraube das Holunderstück ausgehöhlt. Hinten und vorne mit Schleifpapier glatt schleifen und auf eine Schnur fädeln, schon hat man eine schöne Kette für den Hals oder gaaaanz lang als Verzierung für den nächsten Busch im Garten.

  1. In lauen Nächten mal draußen übernachten

Zelten im eigenen Garten oder mal unter freien Himmel schlafen. Das ist für die ganze Familie ein Abenteuer. Wer kein Zelt hat, kann auf der Gartenliege auch mal mit Schlafsack oder Decke im Freien übernachten. Für ältere Semester mitunter auch ein Rückentest – aber die strahlenden Kinderaugen sind es allemal wert. Ältere Kinder können mit ihren Freunden auch schon alleine im Garten schlafen. Lassen sie aber immer die Terrassentüre offen, falls die kleinen Nachtschwärmer nachts mal zur Toilette müssen oder sich dann eben doch vor fremdem Geräuschen fürchten und ins Haus wandern. Taschenlampen nicht vergessen.

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  1. Fotosafari

Schmetterlinge und Insekten im Garten. Wer macht die meisten (Handy)-Fotos von verschiedenen Wildbienen und den bunten Flatterlingen? Oder sammelt die meisten Farben von verschiedenen blühenden Blumen?

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Oder wer kann entdeckte Raupen einem Schmetterling zuordnen. Bestimmungsbücher helfen hier.

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Schmetterlinge anlocken am Tag: Falter, die im Wald oder am Gehölzrand leben, nehmen besonders gerne Feuchtigkeit und Nährsalze am Boden auf,  trinken an Baumsäften oder laben sich am Gartenobst. Der Admiral nascht an Pflaumen und Äpfeln, die am Boden liegen. Halbierte Bananen, nehmen Schmetterlinge ebenfalls gerne an. Und sehr viele Falter kann man am Tag am Sommerflieder (Budleja) beobachten.

Falter in der Nacht: Wie wäre es, wenn Sie in einer lauen Sommernacht Nachtfalter vor die Kamera locken? Mit einer Mischung von Malzbier und Sirup gelingt es spielend: Streichen Sie das zäh fließende Gemisch in Augenhöhe an Baumstämme und Sie werden Falterarten locken, die dem Blick sonst verborgen sind, wie zum Beispiel das Rote Ordensband.

  1. Leben wie im Süden

Was spricht dagegen im Sommer das Leben nach draußen zu verlagern. Im Sommer kann man morgens schon im Freien frühstücken. Draußen Malen, Basteln, Bügeln, Kuchen verzieren, lesen und im Schatten dösen.

Ein Planschbecken ersetzt das Meer. Ist das Wasser im Planschbecken zu kühl, lässt es sich problemlos mit ein paar Eimern heißem Wasser aus dem Badezimmer auf angenehme Temperatur bringen. Für Kinder ist ein Planschbecken immer wieder ein großer Spaß. Mit Anlauf hinein ins Vergnügen, dass es nur so spritzt.

Mit einem Glas Rotwein in der Hand wird die heimische Pfütze für Erwachsene zur Poolbar.

Vorsicht, Kinder nie ohne Aufsicht baden lassen. Das Planschbecken sollte nach der Nutzung immer wieder geleert werden, damit neugierige unbeaufsichtigte Kinder nicht hineinfallen und ertrinken. Verwenden sie das Wasser zum gießen ihrer Pflanzen.

  1. Schattenspiele

Spannen sie ein altes weißes Leintuch oder eine Tischdecke auf die Wäschespinne. Mit einer Taschenlampe beleuchtet wird dies in der Dunkelheit ihre Leinwand für Schattenspiele.

Erzählen sie doch mal mit ihren Händen ein selbst erfundenes Märchen von der Gans und dem Hasen. Oder eben den Figuren, welche sie mit ihren Händen darstellen können. Oder machen sie daraus ein Abklatsch-Märchen – immer wieder ein anderer Erzähler spinnt die Geschichte weiter.

Überhaupt ist die Märchenstunde am Lagerfeuer für die Kleinen immer wieder ein großer Hit. Vor allem, wenn die Kleinen dabei die im Märchen vorkommenden Geräusche imitieren dürfen. Da pfeift der Wind ums Schloss, das Pferd des Prinzen galoppiert usw.

Zur Geräusch-Imitation eignen sich mit Reis gefüllte Röhren (Regen), Stöcke (Hufgetrappel) und einfach die eigene Stimme. s

  1. Nächtliche Taschenlampen-Safari

Viele unserer heimischen Tiere gehen erst Nachts auf Jagd. Igel, Erdkröte, Spinnen, Junikäfer und Schnecken jagen erst in der Dämmerung oder im Dunkeln. Starten sie zur nächtlichen Entdeckungsjagd. Ehrensachte, dass die Tiere dabei nur beobachtet und nicht gestört werden. Gesammelte Junikäfer werden nach der Betrachtung im Glas wieder frei gelassen.

Auch viele Blüten verströmen erst in der Dämmerung oder Nachts ihren Duft. Nachtkerze, Mondviole, Geißblatt und Ziertabak gehören dazu. Sie ziehen Nachtfalter magisch an. Im Strahl der Taschenlampe kann man die grauen und braunen Flatterlinge beobachten.

  1. Regentänzer

Tanzen sie mit ihren Kindern nach einem Platzregen barfuß durch den Garten. Schon Gene Kelly sang „Im dancing in the rain“. Und er fand es wunderbar.

Kinder finden es auch immer wieder lustig wie die alten Indianer um ein Lagerfeuer zu tanzen. Aus Wasser und etwas Erde lässt sich schnell eine geeignete Kriegsbemalung zaubern. Und wenn dann noch eine zuvor gefundene Vogelfeder ins Haar gesteckt wird, ist die kleine Squaw und der große Häuptling perfekt.

  1. Sterngucker

Wann sind sie Nachts zum letzten Mal auf einer Decke gelegen und haben die Sterne betrachtet. Leider ist es auch in unserem Dorf durch die Lichtverschmutzung die Sterne zu betrachten. Packen sie also einen kleinen Rucksack mit Taschenlampen, einer Liege-Decke, Mücken-Schutzmittel und einer Decke zum zudecken. Auf einer Wiese rund um unsere Gemeinde finden sie dann ein geeignetes Plätzchen zum Sterne gucken. Vielleicht ist sogar eine Sternschnuppe dabei und sie dürfen sich etwas wünschen.

Übrigens gibt es schon Apps für das Handy, mit denen man die Sternbilder bestimmen kann.

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  1. Kochen als Abenteuer

Wer sagt den, dass es immer der Weber Grill sein muss, auf dem ein schmackhaftes Essen im Freien zubereitet werden kann.

Umkränzen sie mit Steinen ein Erdloch und entfachen sie mit Holzscheiten ein Feuer. Ist es nieder gebrannt, kann mit einer schmiedeeisernen Pfanne oder mit einem Topf aus Edelstahl mit Edelstahlhenkel direkt auf der Glut gekocht werden.

Vorher ein Streifzug durch den Gemüsegarten und dann gemeinsam im Garten gewaschen und geschnippelt und eine Gemüsesuppe gekocht oder Grillgemüse mit Halloumi-Würfel in der Pfanne zubereiten. Da schmeckt auch den kleinen Köchen, welche sonst Gemüse-Verweigerer sind plötzlich das Essen. Es ist ja auch ein Steinzeit-Eintopf!

Statt ein Erdloch zu graben, können sie auch die Feuerschale zum Freiluft-Kochen benutzen. Für die darüber stehenden Dreibeine gibt es hängende Gulasch-Töpfe oder große Hängepfannen zu kaufen.

15. Junges Gemüse

Willst Du nicht ein eigenes Gemüsebeet haben? Jaa, sagt das Kind und freut sich. Muten Sie Ihrem Nachwuchs nur ein kleines Fleckchen zu. Damit der Nachwuchs nicht die Freude durch zu viel Unkraut-Jäten und langes gießen verliert. Erdbeeren, Monatserdbeeren, Salat, Buschbohnen und schnell wachsende Radieschen sind sehr gut für ein Kinderbeet geeignet.

16. Sommer, Sonne, Sand und Matschepampe

Je kleiner die Kinder desto mehr und lustvoller wird in der Erde gewühlt. So ein Sankasten sollte nahe am Haus stehen und beschattet sein. Sand mit Feinanteilen backt schöne Kuchen. Und wenn eine Kuhle im Sandkasten mit einer großen Mülltüte ausgekleidet wird, kann aus Sand und Wasser tolle Matschepampe entstehen. Kleine Kapitäne lassen darin mit Wonne Holzschiffchen cruisen. Wasser ist eben immer noch das Beste. Achten sie darauf, das die Folie aufgeschnitten wird, so dass sich kleine Kinder die Mülltüte nicht über den Kopf stülpen können.