Gartengeräte: Die fachgerechte Winterpflege

Die fachgerechte Winterpflege unserer Gartengeräte ist wichtig, um sie lange haltbar zu machen und für die nächste Saison vorzubereiten. Deshalb sollte man sich spätestens im November / Dezember Hacke, Schaufel, Rasenmäher und Co. vornehmen.

Gartenbauverein Stammham, OGV Stammham, Garten- und Landschaftspflege Stammham

Pflege von Spaten, Hacke, Handschaufelchen und Co.

  1. Waschen sie die Metallteile ihrer Werkzeuge mit warmer Seifenlauge und einem Metall-Scheuerschwamm (Spirale) sauber. Anschließend abtrocknen.
  2. Entfernen sie mit Schleifpapier Rost von den Metallteilen, damit es nicht weiter rostet.
  3. Ist der Spaten, die Hacke oder der Grubber stumpf geworden, schleifen sie das Blatt vorne nach. Dies sollte mechanisch mit einer Flachfeile erfolgen, nicht mit einer Maschine wie z.Bsp Winkelschleifer. Damit würde es zwar schneller gehen, aber ruck zuck ist zu viel heruntergeschliffen oder der Stahl ausgeglüht. So geht der teure Spaten nicht kaputt. Am besten spannen sie das Gartengerät in einen Schraubstock ein, damit sie ordentlich mit der Flachfeile arbeiten können. Vergessen sie nicht auf der anderen Seite zu entgraten.
  4. Mit einem Pflanzen-Speiseöl auf einem weichen Lappen werden die Metallteile nun sorgfältig eingerieben und so vor neuem Rost geschützt.
  5. Die Holzstiele ihrer Werkzeuge benötigen eine andere Pflege: Reiben sie erst mit einer Handbürste den groben Schmutz von den Stielen. Anschließend entfernen sie den feinen Schmutz mit einem weichen, feuchten Tuch von den Holzteilen. Gut trocknen lassen.
  6. Mit einem feinen Schleifpapier glätten sie nun alle rauhen Stellen, feinen Risse oder kleine Kratzer in den Stielen und vor allem auch an den Handgriffen. Bereits kleine Unebenheiten und Maken können beim Arbeiten zu unangenehmen Blasen führen.
  7. Mischen sie 1 Teil Terpentin-Ersatz und 1 Teil Leinöl und reiben sie die Holzteile damit ein. Leinöl hält das Öl geschmeidig und durch das Terpentin zieht es gut ins Holz ein. So bleiben die Holzteile elastisch und rotten nicht.

Vergessen Sie die kleinen Handgartengeräte nicht und auch nicht ihre treue Schubkarre.

Gartenbauverein Stammham, OGV Stammham, Garten- und Landschaftspflege Stammham

Pflege von Gartenscheren, Astschere, Heckenscheren und Co.

Sie sollten sich gute Gartenscheren und Heckenscheren gönnen. Eine gute Felco-Schere, wie sie über den Landesverband in verschiedenen Ausführungen erhältlich ist, kann sie ein Gärtnerleben lange begleiten. Außerdem macht das Schneiden mit guten Scheren viel mehr Spaß und bringt wesentlich bessere Schneide-Ergebnisse als mit billigen Scheren vom Discounter. Nachdem mir eine billige Gartenschere in der Hand zerbrochen ist und ich mich dabei verletzt habe, kann ich nicht genug warnen. Unsere Billig-Schere benutze ich nur noch zum Schnecken-bekämpfen. Die guten, teuren Scheren benötigen die entsprechende Pflege.

  1. Gerade an Schneidwerkzeugen überwintern gerne Erreger von Pflanzenkrankheiten. Deshalb sollten sie ihre Gartenschere auseinander schrauben. Legen sie alle Teile in einen Behälter und gießen sie kochendes Wasser darüber. Lassen sie die Hitze des Wassers 20 Minuten wirken. So lösen sie Verschmutzungen und eine erste Desinfektion findet statt.
  2. Reinigen und desinfizieren Sie mit 60 % Alkohol und einem Lappen alle Metallteile gründlich. Alle anhaftenden Pflanzensäfte und Verschmutzungen sollten entfernt werden.
  3. Wenn die Schere schon mal auseinander gebaut ist, lässt sich die Schneide auch leicht schärfen. Mit einem nassen Schleifstein, wie man ihn auch für Messer benutzt. Versuchen sie es nicht mit einer Maschine, denn auch hier besteht die Möglichkeit, das der gehärtete Stahl ausglüht und weich wird.Gartenbauverein Stammham, OGV Stammham, Garten- und Landschaftspflege Stammham
  4. Ölen sie nun alle Metallteile mit einem Maschinenöl. Vergessen sie dabei die Feder nicht.
  5. Nun kann die Schere wieder zusammengeschraubt werden.

Pflege von Rasenmäher, Motorsäge und Co.

  1. Entfernen sie mit einer Spachtel den groben Schmutz im Mähraum ihres Rasenmähers.
  2. Anschließend reinigen sie mit einem feuchten Tuch das gesamte Gerät.
  3. Benzin ablassen oder nicht, dass ist die Frage. Damit alle Motorteile geölt und geschmeidig und somit dicht bleiben, füllen sie den Tank mit Treibstoff voll. Fügen sie aber ein Additiv dazu, damit das Benzin seine Viskosität nicht verliert. Die Membranen und Düsen würden sonst verkleben, wenn das Gerät zu lange steht. Dann kurz anlassen, durchstarten und den Motor 3 Minuten laufen lassen, damit sich das Additiv gut verteilt und überall hin kommt.
  4. Geben sie ihre motorbetriebenen Geräte jetzt im Herbst zur Inspektion, damit Messer und Ketten nachgeschliffen werden, Zündkerzen gewechselt und ein Ölwechsel durchgeführt wird.

Mit so gepflegen Geräten können sie im Frühjahr wieder richtig durchstarten.

Autorin: Petra Herbach