Äpfel für alle Gelegenheiten (Sortenempfehlung)

Rund 2.000 Sorten Äpfel gibt es alleine in Deutschland. Für welchen Baum soll man sich da entscheiden. Äpfel zum Essen, zum Backen, zum Saften, für Mus – den einen Apfel für alles gibt es diesen?

Hier ein paar Empfehlungen:

  1. Tafel und Speiseäpfel

Das Fruchtfleisch soll knackig und saftig sein. Ein Biss in diese Äpfel soll ein Frische- und Geschmackserlebnis sein. Kühl gelagert sollten sie sich auch noch lange halten ohne an Geschmack zu verlieren.

Sortenempfehlung:

Alkmene (fein würzig, süß-säuerlich)

Ananasrenette (aromatisch, süß-säuerlich)

Goldparmäne (aromatisch mit Muskatnote, süß-säuerlich)

Gravensteiner (sehr saftig, feiner Apfelduft, süß-säuerlich)

Jakob Fischer (weinsäuerlich, fruchtig süß)

Jonagold (aromatisch mit tropischer Note, süß-säuerlich)

Kaiser Wilhelm (würzig, saftig, frisches Aroma, süß-säuerlich)

Topaz (frisch saftig, ausgewogen süß-säulich, crisp and crunchy)

Zabergäu Renette (raue Schale aber unvergleichlicher Geschmack, feinfruchtig aromatisch, ausgewogen süß-säuerlich)

 

  1. Apfelkuchen-Bäume

Klassische Backäpfel haben eher weiches Fruchtfleisch. Werden im Ofen trotzdem nicht matschig, bewahren also etwas Biss. Durch einen höheren Säuregehalt, bringen sie auch nach dem Backen noch Frisch ein den Kuchen. Diese Äpfel eignen sich auch als Bratäpfel.

Sortenempfehlung:

Ananasrenette,

Boskoop

Cox Orange

Gewürzluiken

Goldparmäne

Gravensteiner

Jakob Fischer

Jakob Lebel

Jonagold

Topaz

Weißer Klarapfel

  1. Schluck für Schluck saftig

Viele Tafeläpfel geben gleichzeitig gute Saftäpfel ab. Geeignete Sorten sind nicht nur saftig, sondern besitzen zudem ein harmonisches Zucker-Säure-Verhältnis. Für den Idealen Saft werden oft mehrere Apfelsorten gemischt. Für mehr Süße sorgen Birnen im Saft.

Sortenempfehlungen für Saftäpfel:

Berner Rosenapfel

Bittenfelder

Cox Orange

Gewürzluiken

Goldparmäne

Gravensteiner

Jakob Fischer

James Grieve

Zum Gären für Most eignen sich Äpfel mit mehr Gerbstoffen besser. Zum Frischessen oder als sortenreiner Apfelsaft schmecken diese Äpfel meist zu Herb. Im Most und Apfelwein sorgen sie für gute Haltbarkeit und intensives Aroma.

Sortenempfehlungen für Mostäpfel:

Ananasrenette

Berner Rosenapfel

Bittenfelder

Gewürzluiken

Gravensteiner

Jakob Lebel

Kaiser Wilhelm

Rheinischer Bohnapfel

  1. Sämiges Apfelmus im Glas

Sorten mit lockerem, eher mehligem Fruchtfleisch und betonter Süße eigenen sich gut für Apfelmus. Beim Kochen zerfallen sie fast von Selbst zur gewünschten Konsistenz. Reife Lageräpfel (nicht zu lange gelagert) ergeben besonders schmelzendes Apfelmus.

Sortenempfehlungen:

Alkmene

Boskoop

Grahams

Jubiläumsapfel

Gravensteiner

Jakob Fischer

James Grieve

Weißer Klarapfel

Fazit:

Den einen Apfel für alles gibt es (fast) nicht. Mit einem Jakob Fischer ist man immer gut beraten. Auch Goldparmäne und Gravensteiner erfüllt viele Wünsche. Pflanzen sie aber doch lieber 2-3 Apfelbäume. Für kleine Gärten Spindelbäume. Dann sind alle Wünsche erfüllt und die Äpfel können sich gegenseitig bestäuben.

Autorin: Petra Herbach