Clematis – Waldrebe

Bild: Clematis montana

Clematis verzaubern jeden Garten mit romantischen Blütenschleiern und sie können einfach überall gepflanzt werden.

Sie ranken an Gittern rund um das Regenrohr, eine Berg-Waldrebe (Clematis Montana) begrünt ganze Hauswände oder alte Obstbäume. Sie Ranken an Pergolen, Rosenbögen, Zäunen oder Obelisken. Verschönern Mülltonnen-Häuschen und und und. Solange der Fuß mit anderen Pflanzen beschattet ist, wachsen sie auf jeder Hausseite, in der Sonne ebenso wie im Schatten. Mein Tipp, wählen sie keine Clematis Hybrinden mit sehr großen Blüten sie sind reagieren meist empfindlicher auf Frost und Clematiswelke. Ansonsten gibt es eine erstaunlich große Vielfalt an Farben: Rosa, rot, gelb, weiß und alle violettöne sind vorhanden.

  1. Standort

Humoser, nährstoffreicher Boden, ausreichend Feuchtigkeit, keine Staunässe. Clematis 1-2 Augenpaare tiefer als im Topf setzen. Sollte die Clematis zurück frieren, treibt sie aus der Wurzel wieder neu aus, deshalb die tiefe Pflanzung. In das Pflanzloch können sie gerne etwas Kompost oder Blumen-Langzeitdünger geben. Soll die Clematis an einem Rankgerüst hochwachsen, setzen sie die Pflanze schräg zum Gitter hinwachsend, ins Pflanzloch. Als schattiger Fuß genügen Steine, halbe Tontöpfe u.ä., oder großblättrige Pflanzen wie z.B. Storchschnabel oder Frauenmantel.

 

  1. Düngung

Im Frühjahr – pro Pflanze ca. 2 Liter Kompost mit ca. 15g Hornspänen oder Hornmehl vermischt. Oder organischer Mehrnährstoffdünger, auch Rosendünger. Arbeiten sie den Dünger leicht in den Boden ein, damit er Bodenkontakt bekommt. Nachdüngen im Juni.

  1. Schnittgruppen

Auf den Sorten-Etikett steht für gewöhnlich die Schnittgruppe. Das Scheiden der Clematis hängt von der Blütezeit ab. Verwenden sie beim Schneiden immer sauberes und scharfes Werkzeug, damit nichts ausfranst. Desinfizieren sie die Schere nach jeder Clematis mit Alkohol, damit sich ein evtl. Befall mit Clematiswelke nicht überträgt.

Gruppe 1 (Frühjahresblüher)= Clematis alpina, Clematis montana und Clematis macropetala: Nicht oder kaum schneiden, Frühlings- bzw. Altholzblüher
Gruppe 2 (Großblumige Frühblühende und Sommerblüher) = Clematis Hybriden: Im Frühjahr leicht schneiden auf ca 100-150 cm Höhe zurückschneiden

Gruppe 3 (spätblühende Arten, bzw. Neuholzblüher) = Clematis viticella, Clematis texensis, Clematis orientalis und Clematis tangutica: Im zeitigen Frühjahr stark schneiden auf 20-50 cm über dem Boden zurückschneiden

Bild: Auch die Samenstände von Clematis faszinieren. Die Ranken werden gerne von Floristinnen verwendet.

  1. Clematiswelke

Bei Befall die betreffenden, wie welk aussehenden braunen Triebe bis auf 5cm ab-schneiden, bei richtiger Pflanzung treibt die Clematis neu aus! Bei Welke hilft nur der Radikalschnitt!!
Die frischen Triebe der Clematis aus Schnittgruppe 3 (texensis!!) rechtzeitig vor Schneckenfraß schützen.

  1. Kübelpflanzung

Grundsätzlich können Clematis auch gut in Töpfen oder Trögen gehalten werden. Clematis montana und alpina sind sehr starkwüchsig und daher für Kübelpflanzung nicht zu empfehlen. Wichtig ist: Wählen sie große Kübel, welche auch über dem Winter drausen bleiben können. Im Kübel darf keine Staunässe entsteht. Achten sie auf ausrechend große Abzugslöcher im Kübel. Füllen sie unten eine Drainageschicht ein und darüber gute, grob strukturierte Pflanzerde.

Düngung:

Bei der Pflanzung die Clematis mit Vorratsdünger (Dosierung nach Kübelgröße) versorgen. Ältere Pflanzen jährlich im April entsprechend nachdüngen.

Überwinterung:
Kübel außen z.B. mit Noppenfolie umwickeln (nicht überstülpen), vor zu viel Winternässe schützen – meist bringt nicht Frost, sondern Nässe die Clematis um. Gegebenenfalls ins Kleingewächshaus, Schuppen oder unter Vordach stellen.

Bezugsquelle: www.Clematis-Herian.de  Clematiszüchter aus Unterliezheim/Franken

Autorin: Petra Herbach