Streng geschützt! Bilche:

Haselmaus, Siebenschläfer, Gartenschläfer

Hallo ich bin das Federgewicht Haselmaus

Die Menschen lieben mich weil ich auch Insekten und anderes kleines Getier fresse. Ich bin keine Maus, sondern ein Bich! Nun gut zugegeben ich fresse ebenso gerne Haselnüsse, Walnüsse, Beeren, Samen, Blätter und Knospen. Aber weil ich so klein bin, richte ich keinen Totalschaden an. Ich brauche die fettreichen Nüsse für meinen Winterspeck, sonst überlebe ich den Winterschlaf nicht. Von Kopf bis zur Schwanzspitze bin ich 15 cm lang und 15-40 g leicht. Ich wohne im Unterholz, gerne in Hecken. Mit den Hinterbeinen klammere ich mich im Geäst fest um kopfunter frei hängend an einer Haselnuss zu nagen. Mein Schlafnest ist kugelig und faustgroß. Ich baue es aus Blättern, und Gräsern ins Gebüsch, z.B. in dichte Brombeerhecken. Wohne aber tagsüber auch gerne im Vogelnistkästen. Nachts bin ich aktiv und suche Futter. Meinen Winterschlaf von Mitte Oktober bis Anfang April halte ich in einer frostfreien Erdhöhle. Ich bin sehr ortstreu, wenn mir ein Garten mal gefällt, bleibe ich. Ich gehöre zu den streng geschützten Tieren. Ich werde bis zu 6 Jahre alt.

 

 

 

Hallo ich bin der kleine Kobold Siebenschläfer

Ich ernähre mich ähnlich wie die Haselmaus, fresse aber auch Pilze, Eicheln und Kastanien und andere Baumsamen. Hin und wieder auch Vogeleier. Tagsüber schlafe ich in Baumhöhlen, Nistkästen, Dachnischen und ähnlichen Verstecken. Wenn ich auf deinem Dachboden wohne, kannst du mich Nachts hören. Deshalb nennen mich die Menschen Kobold der Nacht. Dank Haftballen an den Zehen und mit Sekret feucht gehaltenen Füßen kann ich sogar Wände hochklettern. Ich bin von Kopf bis Schwanz 20 cm lang und wiege 70-200 g. Ich turne gerne in den Kronen alter Bäume herum, am Boden lasse ich mich sehr selten blicken – zu viele Katzen. Auch ich grabe mir für den Winterschlaf eine Erdhöhle. Ich bin ein Langschläfer von September bis Anfang Mai zehre ich von meinen Fettreserven.

Hallo ich bin der Gartenschläfer

Ich ernähre mich ähnlich wie die Haselmaus und je nach Jahreszeit von Knospen, Keimlingen, Baumsaft, Früchten und Samen. Aber am allerliebsten mag ich Raupen und andere Insekten, Schnecken, Asseln, Tausendfüßler und sonstiges Getier. Je nach Jahreszeit wiege ich zwischen 45 – 140 g. Ich lebe in lichten Wäldern, artenreichem Unterwuchs, auf Obstwiesen, in Weinbergen und großen Gärten mit Wildobsthecken und alten Obstbäumen. Wie alle Bilche kann ich sehr gut klettern, bin nachtaktiv und wohne in Baumhöhlen, Holzstapeln, Nistkästen, Spalten unter Dachziegeln oder Ähnlichem. Winterschlaf halte ich bon Oktober bis März oder April in Erdlöchern oder verlassenen Mäusenestern.

Was wir Bilche lieben und brauchen:

  • Artenreiche Hecken mit Haselnüssen, Wildobst wie Schlehe und Weißdorn, Brombeeren und andere Beerensträucher. Der Fuß der Hecke muss unbedingt unaufgeräumt sein. Gerne kannst du das Laub von deinen Laubbäumen darunter rechen.
  • Zusammenhängende Hecken und Laubbäume. Im freien Gelände bewege ich mich nicht so gerne.
  • Gerne alte hohe Laubbäume mit Höhlen.
  • Holzstöße im Garten.
  • Am liebsten lebe ich in naturnahen Wäldern und Hecken zwischen Feldern aber diese Lebensräume werden immer weniger.

Was ich nicht mag oder was mich sogar umbringt:

  • Thujenhecken oder Kirschlorbeer, so eine Hecke bietet mir nichts. Anderen Tieren übrigens auch nicht.
  • Das verschwinden meiner Lebensräume in der freien Natur. Überall verschwinden Hecke und Gehölzsäume.
  • Chemie und die Giftspritze

Wie du eine Wildobst-Hecke pflanzen kannst.

  • Bei Wildobstschnecke.de bekommst du Wildobststräucher für jede Gartengöße. Vergiss nicht auch eine Haselnuss zu pflanzen. Ich liebe aber auch Kornellkirsche, Weißdorn, Holunder, Schlehe – oder die süße Haferschlehe, Heckenrose, Kornelkirsche….. ach es gibt ja so eine große Auswahl. Da ist bestimmt auch etwas für deinen Geschmack dabei.
  • Achte auf die Pflanzabstände und den Platzbedarf der ausgewachsenen Sträucher. Pflanze mit genügend Abstand zum Nachbarn und auch zur nächsten Pflanze.
  • Vorteil: eine Wildobsthecke muss nicht in Form gebracht werden. Alle 5 Jahre werden die Ältesten Zweige heraus geschnitten und die gesamte Pflanze wieder etwas in Form gebracht.
  • Den Heckenfuß bitte nicht reinigen. Im Gegenteil, reche Fallaub unter deine Hecke. Insekten, Amphibien, Igel und eben auch Bilche danken dir.

Autorin: Petra Herbach